Bassfertig72dpiAires de Tango:

schon im Namen klingt die Leichtigkeit des Ensembles! In der Besetzung Gitarre, Geige, Kontrabass und Gesang präsentiert AdT Musik aus Argentinien auf neue, frische Art und Weise.

Tango macht nur einen Teil des Repertoires aus, so wie der Tango auch nur der bekannteste Teil der vielfältigen argentinischen Musik ist, hier gibt es noch viel mehr zu entdecken.
Eine Landschaft formt nicht nur die Bewohner, sondern auch deren Musik: In einer „Zamba“ aus der Pampa spürt man den rauen Wind der baumlosen Weite, ein „Rasguido Doble“ kann so frisch und munter nur in einer Gegend zwischen Flüssen entstehen. Die pure Liebe zum Leben rebelliert in den Liedern aus den Hochebenen Nordargentiniens, die urban-subtile Wucht des Tango dagegen beschreibt die seelischen Landkarten der Städter.

Sandra Nahabian, in Buenos Aires geboren und am dortigen Teatro Colón zur Sängerin ausgebildet, bringt mit ihrer Stimme die ganze Bandbreite der argentinischen Musik auf die Bühne: Von den zarten Klängen einfacher argentinischer Volkslieder bis zur überschäumenden Leidenschaft des Tango in all seinen Formen.
Die wunderschönen poetischen Texte der Lieder werden von der Sängerin zu neuem Leben erweckt und jeder Zuhörer, auch der nicht spanisch sprechende, versteht garantiert jedes Wort!
Das Instrumentaltrio (Gitarre: Martin Ruppenstein, Violine: Katja Duffek und Kontrabass: Bernhard Seidel) besticht durch Ausdruckskraft, Klangvielfalt und Virtuosität und bleibt dabei immer klar und durchsichtig.
Als Begleitung des Gesangs bildet die Gruppe mal ein Miniorchester, mal entsteht ein Zwiegesang zwischen Geige und Sängerin, mal drängt sich der Kontrabass auf den Platz des Solisten, ganze Gitarrenkonzerte sind zu hören, die zierliche Sängerin schnallt sich eine dicke Trommel um den Bauch und ab geht’s nach Argentinien…

 

Tinta Roja (Cátulo Castillo)

Paredón,
tinta roja en el gris del ayer
borbotón de mi sangre infeliz,
que vertí en el malvón de aquel balcón
que la escondía

Yo no sé si fué el negro de mis penas
O fué el rojo de tus venas
Mi sangría

Die Mauer,
gezeichnet mit roter Tinte im Grau des Gestern,
das Kochen meines unglücklichen Blutes,
das ich auf die Geranien dieses Balkons goss,
der sie versteckte.

Ich weiß nicht, ob es das Dunkel meines Schmerzes war
Oder das Rot deiner Venen
Mein Blut

Historie:
Geburtsstunde war 2004: Das neu gegründete Trio „Aires de Tango“ traf Sandra Nahabian und seitdem sprühen die Funken. Das erste gemeinsame Programm hieß „Nocturna, Geschichten, die Lieder erzählen“ … und war gleich ein großer Erfolg: Ein Abend mit Musik und gespielten Szenen.
Dann kamen einige Besetzungswechsel, ein paar Krisen, aber auch viele schöne Konzerte, es wurden einige Kinder geboren und das Leben komponierte weiter…
Zur Wiesenzeit 2011 trafen sich Katja und Sandra vor dem Bierzelt zur Not-Notenübergabe, der Geiger war verhindert. Katja half aus, dann noch mal und noch mal und … blieb.